Man fasst sich echt nur noch an den Kopf: Mal wieder hat es die Stadt bzw. deren Vertreter nicht auf die Reihe bekommen, einen Fertigstellungstermin einer stadteigenen Immobilien auch nur ansatzweise einzuhalten. Der ursprüngliche Fertigstellungstermin war allen, die sich halbwegs mit der Situation an Rhein und Mosel auskennen, von Anfang an sehr optimistisch. MIttlerweile hört man die abenteuerlichsten Begründungen warum etwas nicht funktioniert. Da kommen mal zuwenig Arbeiter als vereinbart auf die Baustelle worauf sich alles verzögert, Verträge wurden gekündigt und mussten zeitaufwendig neu ausgeschrieben werden etc. etc. Bei allem Verständnis: Solch ein "Baumanagement" könnte sich ein privater Investor kaum leisten. Der würde kurz vor dem Ruin stehen, weil bereits fest eingeplante Veranstaltungen (mit den entsprechenden Einnahmen) wegen der Verzögerung nicht stattfinden können und er somit massive Einnahmeverluste hätte.
Nun, im Prinzip verhält es sich in Koblenz ebenso: Auch hier wurden viele Veranstaltungen zwangsweise abgesagt, die dem klammen Stadtsäckel ein paar Euro zugeführt hätten. Aber im Gegensatz zu privaten Investoren, die wahrscheinlich wegen Schadenersatz geklagt hätten, bleibt es im Stadtrat deswegen auffällig ruhig. Wurden hier vielleicht keine Vertragsstrafen bei Verzug in den Vertrag mit eingebaut? Das ist meiner Kenntnis nach jedenfalls gang und gäbe bei solchen Projekten. Aber Stop: Wir sind ja in Koblenz! Da ist man noch nicht so weit gediehen mit dieser (überraschenden?) Erkenntnis.
Was einem schon zu denken gibt: Das neue Gebäude auf dem Zentralplatz wird in Rekordzeit gebaut. Aber hier ist ein wesentlicher Unterschied festzustellen: Bei dem Bauherrn handelt es sich um ein privates Unternehmen, dass bei entsprechendem Verzug wohl voraussehend Sicherheitsklauseln im Vertrag eingefügt hat. Warum bekommt die Stadt Koblenz das nicht hin???
Soweit ich mich erinnern kann, gab es bei solch größeren Bauvorhaben mit der Stadt Koblenz als verantwortlicher Stelle meistens Probleme. Sei es hinsichtlich der Qualität oder des Fertigstellungstermins. Man muss sich als Bürger echt die Frage stellen: Können die es nicht oder wollen die es nicht mal gut machen? Die Zeit wird´s wohl zeigen…